Ich habe einige wichtige neue Wörter in der deutschen Sprache entdeckt:
Schab ist das am häufigsten benutzte, gefolgt von Schweiß (nicht zu verwechseln mit dem Körperschweiß), Schkann und Schbin, etwas weniger häufig, aber genauso spannend sind Schwerde, Schmöchte und Schtu.
Beispiel:
„Schab keine Ahnung, schweiß nicht.“
„Schwill keinen Kaffee, schbin schon spät dran.“![]()
In meiner Eigenschaft als na ja, nicht wirklich Sprachforscher oder so, sondern eher als aufmerksamer Beobachter von Straßensprech ist mir aufgefallen, dass die von mir so genannten Schwörter noch keinerlei Beachtung erfahren haben, obwohl sie jeden Tag im Mund der Bevölkerung geführt werden.
Schweiß, dass das jetzt nicht den Nobelpreis für Sprachforschung ergeben wird, schbin aber fest davon
überzeugt, dass die Schwörter irgendwann den Eingang in den Duden oder auf T-Shirts finden werden...
Schmöchte hoffen, dass Schwörter jetzt bewusster gebraucht werden. Das Foto ist übrigens von Marc Walthieu über flickr.com, der dort eine tolle Serie von kreativen Sprechblasen von Styven Magnes ausstellt.
Dienstag, 17. August 2010
Schwörter
Freitag, 5. März 2010
Besser präsentieren mit Prezi
Ich halte nicht viel von Powerpoint. Im Prinzip taugt es nur, um den eigenen Vortrag durch Bilder und Schlüsselwörter zu ergänzen. Die lineare Struktur, die das Programm vorgibt, zwingt uns dazu, genauso linear zu denken und zu arbeiten. Dabei sind die Zusammenhänge und die Strukturen, über die wir reden, in der Regel komplexer. Eine neue Ebene für Präsentationen eröffnet seit kurzem Prez
i. Diese Software ist (mit einigen Einschränkungen) kostenlos online zu benutzen: Schauen Sie sich einfach das knapp dreiminütige Tutorial an und schon können Sie loslegen.
Das Besondere an Prezi ist gerade die Non-Linearität: Im Prinzip funktioniert es wie eine riesige Mindmap, wo Sie von Punkt zu Punkt frei springen können. Dadurch, dass diese Karte bzw. Leinwand unendlich groß ist, können selbst komplexe Themen dargestellt werden. Der Clou ist jedoch, dass die Unendlichkeit auch in die dritte Dimension, nämlich die Tiefe, geht. Sie können beliebig in die Leinwand zoomen und damit Unterthemen eröffnen. Ein sehr schönes Beispiel ist dieser Talk von James Geary auf der jährlichen TED-Konferenz über die Kraft von Metaphern. Probieren Sie es einfach mal aus und Sie werden merken, dass die Zeit von Powerpoint langsam abgelaufen ist!
Sonntag, 24. Januar 2010
Schulz von Thun sagt "Ade"
"Was ich noch zu sagen hätte...", so titelt der Kommunikationspsychologe Friedemann Schulz von Thun seinen Abschiedsvortrag an der Hamburger Universität vom 23-10-2009. Und erinnert sich dann kurzweilige 97 Minuten lang an seine Erlebnisse an der Uni. Teilweise so lustig, dass mir die Tränen gekommen sind, teilweise nachdenklich, und immer sehr unterhaltsam. Wer mag, kann sich den Vortrag unter diesem Link ansehen und ein bißchen mit ihm Abschied nehmen.
Samstag, 16. Januar 2010
Digitale Seminaruhr kostenlos downloaden
In unseren Rhetorik- und Medientrainings geht es oft darum, genau "auf Zeit" zu sprechen. Ein Statement ist in der Regel 30 Sekunden lang und dafür sollte der Interviewte auch ein Gefühl entwickeln - wie kurz oder in manchen Fällen auch unendlich lang diese Sekunden werden können. Auch in unseren Seminaren achten wir darauf, dass Zeitvorgaben eingehalten werden. Ein Kurzreferat von 3 Minuten sollte dann auch nicht sehr viel kürzer oder länger werden.
Damit alle Teilnehmer einen guten Blick auf die ablaufende Zeit haben, ohne auf die eigene Uhr schielen oder auf ein Signal von uns achten zu müssen, haben wir ein tolles Tool entwickelt. Eine digitale Seminaruhr, die als kleines Programm unter Java läuft und über den Beamer an die Wand projiziert werden kann. Bei Bedarf kann auch ein Countdown laufen, der mit einem akustischen Signal das Ende anzeigt.
Wenn Sie auch an diesem kleinen Tool interessiert sind, können Sie es sich gerne hier kostenlos herunterladen. Viel Spaß beim Benutzen, wir freuen uns natürlich auch über Rückmeldungen, wie Sie damit arbeiten konnten.
Donnerstag, 10. September 2009
Gesten sind hilfreich
Donnerstag, 5. März 2009
Powerpoint in frischen Bildern
Pecha-Kucha ist ein japanisches Modewort, zusammengesetzt aus pecha-pecha, was soviel heißt wie "in einem durch quasseln" und kucha-kucha, was lautmalerisch für "durcheinander" ist. In Tokyo von zwei Architekten erfunden, ist es eine spaßige Variante der langweiligen Powerpoint-Vorträge, die wir alle kennen. Bei Pecha-Kucha gibt es eine einfache Regel: 20 Folien für jeweils 20 Sekunden. Und ansonsten: Unterhalten, was das Zeug hält. Jetzt ist schon Spiegel Online auf den Trend gekommen, meistens ein Indiz dafür, dass es kurz vor dem Mainstream steht. Und tatsächlich ist es eine schöne, unkomplizierte Straffung von Marathon-Bilderschlachten und drum-herum-Gerede. Wer's live sehen will: am 19.3. in Köln! So, 20 Sekunden um und zum Anschauen rechts pecha-kucha auf Japanisch.
Donnerstag, 15. Januar 2009
Grundlagen menschlicher Kommunikation
Woher stammt die menschliche Fähigkeit zur Kommunikation? Michael Tomasello vom Leipziger Max-Planck-Institut hat dazu in seinem Buch "The Origins of Human Communication" eine interessante These vorgelegt (siehe Rezension in der FAZ von heute, leider nicht online): der Beginn liegt demzufolge in Gesten und Pantomime. Eine einfache Geste wie das Zeigen mit dem Finger kann dabei völlig unterschiedliche kommunikative Aufgaben verfolgen. Ich finde diesen Ansatz extrem spannend. Es zeigt mir auch nochmal wie grundlegend nonverbale Kommunikation eigentlich ist und wie sensibel wir darauf reagieren. Auf der Seite von Christoph Posselt gibt es eine spannende Animation, die zunächst seine Augen und danach seinen Gesichtsausdruck zeigt: Allein am Blick lässt sich deutlich der emotionale Zustand erkennen! Beim Sprechen oder beim Präsentieren sollten wir diese Fähigkeit im buchstäblichen Sinn im Blick behalten: Ein Blick sagt manchmal eben mehr als tausend Worte...viel Spaß beim Ausprobieren!


